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Hell
weiß leuchtende, mehr als 100 Meter hoch aus dem Blau
der Ostsee aufragend, von einem grünen Saum aus uralten
Buchenwäldern bedeckt, bilden die Kreidefelsen ein
einzigartige Hochuferlandschaft auf Deutschlands
größter und schönster Insel. Die Kreidefelsen von der
Insel Rügen gehören zu den 10 bedeutendsten
Naturdenkmälern Deutschlands und stehen seit 1990 als
Deutschlands kleinster Nationalpark dem „Nationalpark
Jasmund“ unter Schutz.
         
Rügens
Kreide ist ein Relikt aus grauer Vorzeit. Vor ca. 70
Mio. bedeckte ein riesiges Meer das gesamte Gebiet der
Ostsee und große Teile Europas. Die winzigen kleinsten
Meeresbewohner dieses Urmeeres sanken nach dem Absterben
zu Boden und bildeten eine meterdicke Kalkschicht,
welche dann durch Bewegungen in der Erdkruste viele Mio.
Jahre späte, als teilweise 100 Meter mächtige
„Kreideschicht“ den Kreidefelsen von Rügen, wieder
auftauchte. Diese Entstehungszeit der Kreide gab einem
ganzen Erdzeitalter den Namen: „Die Kreidezeit“.
Seit
dem 19.Jh. wird Kreide auf der Halbinsel Jasmund als
Industrierohstoff im Tagebau abgebaut. Weiterhin erlebt
die „Rügenkreide“ als Naturheilkreide für Medizinische
Anwendungen und Wellnessanwendungen eine
Renaissance.
Heute
gehören die Kreidefelsen zu den Hauptattraktionen und am
meist fotografierten Motive der Insel.
Wer
mehr über die Geschichte der Kreide auf der Insel Rügen
kennen lernen möchte, sollte auf jedem Fall einmal das
Kreidemuseum in Gummanz besuchen.
| Für
die einzigartige Landschaft im Nationalpark
Jasmund aktiv entdecken möchte, sollte aber
einiges beachten. Nicht zu unterschätzen sind
die Entfernungen der einzelnen Aussichtpunkte
entlang der Kreideküste. Insbesondere
Wanderungen am Fuße des Hochufers sind auf dem
Ufergeröll beschwerlich und langatmig.
Weiterhin ist es auch nicht ungefährlich, da die
natürliche Erosion am weichen Kalkgestein nagt.
Wind, Wetter und insbesondere der Frost in der
kalten Jahreszeit tun ihr Übriges. Es kam und
kommt immer wieder zu Erdrutschen. Dies ist eine
völlig natürliche, wenn auch nicht ganz
ungefährliche Erscheinung. Treten Sie daher
nicht zu nah an die Abbruchkanten heran und
verlassen Sie keinesfalls die gut ausgebauten
Wanderwege und die angelegten
Aussichtsplattformen. Auch Abstiege in Form von
Leitern und Treppen zum Ufer bilden an Regen-
und Wintertagen eine „rutschige Gefahrenquelle“.
Festes Schuhwerk ist auf Erkundungen im
Nationalpark Jasmund unabdingbar. |
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Wer es
bequemer mag sollte den Königstuhl – Rügens Wahrzeichen
einfach per Fahrrad, Auto oder Bus besuchen. Auf einem
gebührenpflichtigen Parkplatz ca. 4 km vom Königstuhl
entfernt müssen Sie ihr motorisiertes
Fortbewegungsmittel abstellen und gelangen entweder zu
Fuß oder mit dem Pendelbus zum Königstuhl.
Eine
andere Perspektive auf die Kreideküste erhalten Sie
bei einem Rügenrundflug aus der Luft oder vom Wasser,
bei einer der zahlreich angebotenen Bootsrundfahrten mit
Startpunkt in Sassnitz.
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