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Der Grau Kranich im Nationalpark
Vorpommersche Boddenlandschaft
Schon immer galt
Kranich als Glücksbote und Weisheitssymbol und war für die
Menschen in vielen Kulturen von besonderem Bedeutung. Der Graue
Kranich zählt mit bis zu 1,25m Körperhöhe, einem Gewicht bis zu
7 Kilogramm und einer Flügelspannweite von 2,20-2,34m zu den
größten im
Nationalpark Vorpommersche Boddenlandschaft
vorkommenden Vögeln. Der Körperstammes ist grau, daher auch der
Name, der Hals dunkelgrau bis schwarz und der Kopf weiß
gefiedert. Ausgewachsene Tiere besitzen eine rote ungefiederte Kopfplatte. Dieses Merkmal sind bei Jungvögeln noch nicht ausgeprägt,
welche durch ihr graubraunes Federkleid sehr gut von den
Altvögeln zu unterscheiden sind .
Graue Kraniche können bis zu 25 Jahre alt werden und sind mit
3-5 Jahren geschlechtsreif.
Lautstarke Gäste - Im Frühjahr und im Herbst
Das Laute trompeten fliegenden oder balzender Kraniche ist eindrucksvoll
anzuhören, möglich wird dies durch für Vögel sehr lange bis zu 1,30 m lange
Luftröhre. Einem Vogel oder eine kleine Gruppe von fliegenden Kranichen zu
lauschen ist bemerkenswert, unvergesslich ist aber der Klang von hunderten
und tausenden Kranichen am Futterplatz oder am Nachtlager. Kraniche gelten
als Frühlingsboten und ab dem Februar ereichen kleiner Gruppen von 50 und
mehr Tieren den Nationalpark Vorpommersche Boddenlandschaft, um sich
kurzzeitig für den Weiterflug in die Brutgebiete, welche vorwiegend in
Skandinavien und Nordosteuropa liegen, zu stärken. Das Rasten in
verschiedensten Gebieten entlang der Zugroute macht Sinn. Die Vögel
überwinden enorme Distanzen und legen 4.000 bis 12.000 Kilometer pro
Jahr zurück. Eine gute Strategie diese Leistungen zu überwinden ist das
regelmäßige Auftanken entlang der Zugroute. Die Vögel müssen somit keine
Energiereserven in Form von scheren Fettpolstern transportieren. Es ist
daher von großer Bedeutung, dass die Vögel die Möglichkeit erhalten, sich in
den Rastgebieten zu Erholen und sich ungestört zu Stärken.
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Allgemeine Infos zum
Grauen Kranich |
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- Kraniche gelten
als sehr wachsame Vögel. Einer schiebt immer Wache und bereits
vor der Zeit Karls des Großen wurden Kraniche, wie heute Hunde,
als Wächter gehalten, um sich bzw. ihre Halter vor Feinden
zu warnen
- Kraniche leben in
Dauerehe und verwitwete Vögel suche noch Wochen nach ihren
verstorbenen Partnern
- In
Mecklenburg-Vorpommern brüten 50% der in Deutschland
brütenden Paare in naturnahen Feuchtgebieten und
Flachwasserbereichen
- Tausende Besucher nehmen am Naturschauspiel
der Kranichrast Anteil, welches sich zunehmend als touristische
Attraktion in der Nebensaison entwickelt
- Mit Rückenwind
oder optimaler Thermik erreichen Kraniche Fluggeschwindigkeiten
über 100 km/h, im energiesparenden Gleitflug werden
Geschwindigkeiten von um die 60 km/h erreicht
- Kraniche ziehen
meist, wie auch andere Vögel, in einer charakteristischen
v-förmigen, energiesparenden Formation
- Fliegende Kraniche
sind von anderen großen und schlanken Vögeln, wie Reiher und
Störche, sehr leicht durch die relativ langen Armschwingen zu
unterscheiden
- So mancher Städter hält die auf
den abgeernteten Felder
fressenden Kraniche
für eine große Ansammlung von Störchen
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Die
Rügen-Bock-Region im Nationalpark-Vorpommersche
Boddenlandschaft
Die Rügen-Bock-Region zählt den bedeutendste
Kranichrastplätzen in Mitteleuropa. Es wird in zwei
großen Flugrouten unterschieden. Eine Gruppe fliegt über
die Baltischen Staaten und Ungarn bis nach Tunesien. Die
andere Gruppe fliegt über Westeuropa bis Spanien und
Marokko. Etwa 50% der über Westeuropa fliegenden
Kraniche rasten im Nationalpark. Zu Spitzenzeiten im
Herbst können es bis 40000 Tiere, überwiegend aus
Skandinavien stammenden, sein. Zunehmend nehmen einige
Vögel das Risiko auf und überwintern in
Mecklenburg-Vorpommern, um dann im Frühjahr als erstes
die Brutrevieren zu besetzen.
Der Kranich als Brutvogel in Mecklenburg Vorpommern
Nicht nur durchziehende, sondern auch brütende Kraniche gibt es
im Nationalpark und auch in der Gemeinde Ummanz. Kraniche
gelten in der Brutzeit als störempfindliche Tiere. Die Brutdauer
beträgt um die 30 Tage, wobei beide Elternteile sich
gleichberechtigt die "Arbeit" teilen. Kraniche gehören zu den
Nestflüchtern, schon kurze Zeit nach dem Schlupf folgen sie
geschickt laufend ihren Eltern.
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Kraniche brauchen als Brutgebiet ruhige, Wasser überstaute
Bruchwälder und Moore. Die am Boden befindlichen Nester sind in
der Regel von Wasser umgeben und somit gut vor Bodenfeinden
geschützt.
Junge flugunfähige Kraniche werden bei Gefahr von ihren Eltern
durch unauffällige Töne gewarnt und bringen sich schnell
sprintend in Sicherheit. Die Elterntiere bleiben in der Regel in
der Nähe und versuchen den Feind abzulenken. Jungtiere ernähren
sich überwiegend von Insekten.
    
Das Sammeln und
Rasten im Nationalpark-Vorpommersche Boddenlandschaft
Der bedeutendste Rastplatz ist Rügen-Bock-Region. Weitere
große Rastplätze sind befinden sich an unteren Oder,
der Mecklenburgischen Großseenplatte, dem Rhinluch und
dem Havelländischem Luch. Kleinere
Rastplätze mit Ansammlungen von einigen hundert bis 1000 Tieren
liegen im südöstlichen Schleswig-Holstein,
in Niedersachsen und in Hessen.
   
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Im Rast- und Sammelgebiet schlafen
die Kraniche stehend im Flachwasserbereich und sind dort vor
Boddenfeinden relativ gut geschützt. Die Schlafplätze können
örtlich je nach Windrichtung und Wasserstand variieren. Tagsüber
suchen die Tiere auf nahe gelegenen Ackerflächen nach Nahrung.
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weitere Fotos - Kranichen auf der Insel Ummanz u. der Insel
Rügen ---
Weiterführende Informationen zum Grauen Kranich
im Nationalpark-Vorpommersche-Boddenlandschaft gibt es unter:
www.kraniche.de
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