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Der Kranich im
Nationalpark Vorpommersche Boddenlandschaft
Lautstarke Gäste - Im Frühjahr und im Herbst
Das Laute trompeten fliegenden oder balzender Kraniche ist eindrucksvoll
anzuhören, möglich wird dies durch für Vögel sehr lange bis zu 1,30 m lange
Luftröhre. Einem Vogel oder eine kleine Gruppe von fliegenden Kranichen zu
lauschen ist bemerkenswert, unvergesslich ist aber der Klang von hunderten
und tausenden Kranichen am Futterplatz oder am Nachtlager. Kraniche gelten
als Frühlingsboten und ab dem Februar ereichen kleiner Gruppen von 50 und
mehr Tieren den Nationalpark Vorpommersche Boddenlandschaft, um sich
kurzzeitig für den Weiterflug in die Brutgebiete, welche vorwiegend in
Skandinavien und Nordosteuropa liegen, zu stärken. Das Rasten in
verschiedensten Gebieten entlang der Zugroute macht Sinn. Die Vögel
überwinden enorme Distanzen und legen 4.000 bis 12.000 Kilometer pro
Jahr zurück. Eine gute Strategie diese Leistungen zu überwinden ist das
regelmäßige Auftanken entlang der Zugroute. Die Vögel müssen somit keine
Energiereserven in Form von scheren Fettpolstern transportieren. Es ist
daher von großer Bedeutung, dass die Vögel die Möglichkeit erhalten, sich in
den Rastgebieten zu Erholen und sich ungestört zu Stärken.
    
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Bereits vor der
Zeit Karls des Großen wurden Kraniche, wie heute Hunde, als
Wächter des Hauses gehalten, da sie bei der Annäherung von
Raubwild oder Greifvögeln laut warnend trompeteten.
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Kraniche leben in
Dauerehe. Nach dem Verlust eines Partners sucht der verbliebene
Altvogel oft wochenlang nach seinem Gefährten.
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In
Mecklenburg-Vorpommern ist etwa die Hälfte aller
Kranichbrutpaare Deutschlands beheimatet. Das Bundesland hat
daher eine besondere Verantwortung für den Erhalt der Art.
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Viele Tausend
Besucher kommen alljährlich zur Rastzeit des Kranichs in die
Nationalparkregion. Der Kranich ist hier zum wichtigen
Wirtschaftsfaktor geworden.
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Auf dem Zug können
vermutlich Strecken von mehr als 2.000 Kilometern im Nonstopflug
zurückgelegt werden. Normal sind jedoch Tagesetappen von einigen
10 bis einigen 100 Kilometern.
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Mit Rückenwind
erreichen Kraniche Fluggeschwindigkeiten über 100 km/h.
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Kraniche ziehen
meist in der charakteristischen V-förmigen Keilformation. Das
reduziert den Luftwiderstand und damit den Energieverbrauch.
Schon seit Jahrtausenden ist der
Mensch vom Kranich fasziniert. Er stellt das Sinnbild von
Weisheit und Eleganz dar und sein Erscheinen, sowie sein
Balztanz im Frühjahr kündigt das Ende der kalten Jahreszeit an.
Es gibt über 14 Arten des Kranichs, er wird von vielen
Völkern vergöttert und ist Bestandteil etlicher Fabeln u. Sagen.
Weltweit bekannt ist das Zeichen
einer großen deutschen Fluglinie, der Lufthansa, welche den
Kranich in ihr Logo integriert hat. Insbesondere an der Küste
gibt es viele Unternehmen, hauptsächlich aus dem Tourismus- und
dem Gaststättengewerbe, welche den Kranich in ihren Namen mit
aufgenommen haben. Da der Kranich ein positives Image besitzt,
wirkt es sich erwiesener Weise fördernd auf die Vermarktung aus.
Mit "viel" Fantasie entstanden Namen von Hotels, Pensionen,
Ferienwohnungen, Ferienhäuser, Gaststätten und Restaurants wie:
"Zum Kranich", "Kranichgrund", "Kranichblick", "Kranichstein",
"Kranichhaus", "Kranichrast" usw. weiterhin gibt es
Veranstaltungen wie: den "Kranichlauf" , "Kranichtanz",
"Kranichball" u. "Kranichfeste". Teilweise ist es fraglich
ob es je von diesen Orten "Blickkontakte" mit diesen wunderschönen Vögeln gibt
bzw. je gegeben hat ...
Empfehlenswert und ein Erlebnis der
besonderen Art sind auf jedem Fall aber ein Besuch einer der
vielen Kranichinformationszentren an der Vorpommerschen
Boddenküste - Fischland -Darß und auf der Insel Rügen, der Insel
Hiddensee u. der Insel Ummanz. Wertvolle Informationen und
Begegnungen mit dem Kranich gibt es auch auf den geführten
Wanderungen und Beobachtungstouren am Rande der Rast- und
Ruhegebieten. Hierbei wird großer Wert auf den Schutz der
Kraniche gelegt.
Daten
Allgemeines
Brut
und Brutgebiete
Rastplätze
Winterquartiere |