Ursprünglich war Prora nur
die Bezeichnung eines bewaldeten Höhenzuges
zwischen der Schmalen Heide und Neu-Mukran. Bis
1936 war das Land ein fast bis ans Meer mit
einem ursprünglichen "Urwald" bewachsenes
Naturschutzgebiet. Die Deutsche Arbeiterfront
erwarb einen 10km langen Küstenstreifen.
Bekannt wurde Prora dann später durch den 4,5 km langen
Gebäudekomplex, welchen die Nationalsozialisten
in der Zeit von 1936-1939 errichteten. Es war
geplant Prora zum größten Strandbad der Welt auszubauen.
Das Erholungsprojekt KdF (Kraft durch Freude)
sollte nach Fertigstellung mit 11463 Zimmern ca.
20000 Menschen u. 2000 Angestellten eine Ferienunterkunft bieten.
Das Ziel dieses riesigen
Komplexes sollte sein, dem Erholung suchenden
deutschen Arbeiter, gleich ausgestattete und
gleich große Wohn- und Schlafräume mit
2-Bettzimmern anzubieten. Jeder sollte einen
Zimmer mit Seeblick erhalten und keiner
bevorzugt oder benachteiligt werden.
Mit Beginn des
2.Weltkrieges wurden die Bauarbeiten beendet/eingestellt und
niemals im Sinne eines KdF-Bades fortgesetzt. Es
erfolgte die Umnutzung für militärische Zwecke
und nach dem Krieg nutzte zu DDR-Zeiten die
Nationale Volksarmee diese Objekt weiter. Nach
der Widervereinigung ging dieses Objekt in die
Hände der Bundeswehr über, wurde aber von dieser
schnell aufgegeben und 1994 unter Denkmalschutz
gestellt. Aufgrund der Größe stellt die
zukünftige Nutzung eine Herausforderung dar. Zur
Zeit sind dort diverse Museen, Cafes,
Galerien und Vereine untergebracht.