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Der Kranich im
Nationalpark Vorpommersche Boddenlandschaft
Rast-
und Ruheplatz Insel Ummanz / Rügen
Der Kranich als Brutvogel
Nicht nur durchziehende, sondern auch brütende Kraniche gibt es im
Nationalpark. Zur Brutzeit ist der Kranich heimlich und sehr
störungsempfindlich. Wenn Sie ihm eine erfolgreiche Brut wünschen, tun Sie
gut daran, nicht auf die Suche nach seinem Nest zu gehen. Um nicht entdeckt
zu werden, legen sich brütende Kraniche sogar eine regelrechte Tarnbemalung
zu. Mit Hilfe von aufgestrichenem Bodenmaterial färben sich brütende
Weibchen das eigentlich graue Rückengefieder zu einem unauffälligem Braunton
um.
Kraniche brauchen als Brutgebiet ruhige, wasserüberstaute Bruchwälder und
Moore. Das Wasser gewährleistet einen weitgehenden Schutz des am
Boden befindlichen Nestes vor Feinden, wie dem Marder, Fuchs,
Marderhund und Dachs.
Die Jungvögel sind erst einige Tage nach dem Schlüpfen vor Feinden relativ
gut geschützt. Sie sind dann zwar immer noch ziemlich wehrlos, aber deswegen
noch lange nicht ausgeliefert: Als flinke Sprinter verlassen sie bei Gefahr
blitzschnell die Gefahrenzone und sind im Unterholz verschwunden. Außerdem
bleiben die Eltern ständig in der Nähe, um zu warnen und die Jungen
gegebenenfalls zu verteidigen.
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