Der Graue Kranich und die Insel Ummanz / Rügen - Nationalpark Vorpommersche Boddenlandschaft
 
     
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Der Kranich

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  Der Kranich im Nationalpark Vorpommersche Boddenlandschaft  

 

Rast- und Ruheplatz Insel Ummanz / Rügen

Lautstarke Gäste
Einen Kranich trompeten hören ist eindrucksvoll. 1.000 Kraniche zu hören ist unvergesslich! Im Nationalpark halten sich im Herbst bis zu 45.000 Kraniche gleichzeitig auf. Trompetend, fliegend, rastend, und manche führen (auf dem Rückzug im Frühjahr) sogar schon ihre spektakulären Balztanz auf.

 

Die Kraniche sind auf dem Zug. Ihre Brutgebiete liegen vorwiegend in Skandinavien und Nordosteuropa. Dort können sie sich aber keine großen Fettpolster als Energiereserve für die Reise anfressen. Als ohnehin schon große und schwere Vögel würden sie zu schwer zum Fliegen. Deswegen sind die ungestörten großen Rastgebiete im Nationalpark als Möglichkeit zum "Auftanken" so wichtig.
4.000 bis 12.000 Kilometer legt jeder Kranich alljährlich zurück, um von seinem Sommerlebensraum ins Überwinterungsgebiet sowie wieder zurück zu gelangen. Die Reise findet auf schmalen, penibel eingehaltenen Zugwegen statt. Eine dieser Routen führt durch den Nationalpark Vorpommersche Boddenlandschaft.

 

  • Bereits vor der Zeit Karls des Großen wurden Kraniche, wie heute Hunde, als Wächter des Hauses gehalten, da sie bei der Annäherung von Raubwild oder Greifvögeln laut warnend trompeteten.

  • Kraniche leben in Dauerehe. Nach dem Verlust eines Partners sucht der verbliebene Altvogel oft wochenlang nach seinem Gefährten.

  • In Mecklenburg-Vorpommern ist etwa die Hälfte aller Kranichbrutpaare Deutschlands beheimatet. Das Bundesland hat daher eine besondere Verantwortung für den Erhalt der Art.

  • Viele Tausend Besucher kommen alljährlich zur Rastzeit des Kranichs in die Nationalparkregion. Der Kranich ist hier zum wichtigen Wirtschaftsfaktor geworden.

  • Auf dem Zug können vermutlich Strecken von mehr als 2.000 Kilometern im Nonstopflug zurückgelegt werden. Normal sind jedoch Tagesetappen von einigen 10 bis einigen 100 Kilometern.

  • Mit Rückenwind erreichen Kraniche Fluggeschwindigkeiten über 100 km/h.

  • Kraniche ziehen meist in der charakteristischen V-förmigen Keilformation. Das reduziert den Luftwiderstand und damit den Energieverbrauch.

 

Schon seit Jahrtausenden ist der Mensch vom Kranich fasziniert. Er stellt das Sinnbild von Weisheit und Eleganz dar und sein Erscheinen, sowie sein Balztanz im Frühjahr kündigt das Ende der kalten Jahreszeit an. Es gibt über 14 Arten des Kranichs, er wird  von vielen Völkern vergöttert und ist Bestandteil etlicher Fabeln u. Sagen.

Weltweit bekannt ist das Zeichen einer großen deutschen Fluglinie, der Lufthansa, welche den Kranich in ihr Logo integriert hat. Insbesondere an der Küste gibt es viele Unternehmen, hauptsächlich aus dem Tourismus- und dem Gaststättengewerbe, welche den Kranich in ihren Namen mit aufgenommen haben. Da der Kranich ein positives Image besitzt, wirkt es sich erwiesenerweise fördernd auf die Vermarktung aus. Mit "viel" Fantasie entstanden Namen von Hotels, Pensionen, Ferienwohnungen, Ferienhäuser, Gaststätten und Restaurants wie: "Zum Kranich", "Kranichgrund", "Kranichblick", "Kranichstein", "Kranichhaus", "Kranichrast" usw. weiterhin gibt es Veranstaltungen wie: den "Kranichlauf" , "Kranichtanz", "Kranichball" u. "Kranichfeste".  Teilweise ist es fraglich ob es je von diesen Orten  "Blickkontakte" mit diesen wunderschönen Vögeln gibt bzw. je gegeben hat ...

Empfehlenswert und ein Erlebnis der besonderen Art sind auf jedem Fall aber ein Besuch einer der vielen Kranichinformationszentren an der Vorpommerschen Boddenküste - Fischland -Darß und auf der Insel Rügen, der Insel Hiddensee u. der Insel Ummanz. Wertvolle Informationen und Begegnungen mit dem Kranich gibt es auch auf den geführten Wanderungen und Beobachtungstouren am Rande der  Rast- und Ruhegebieten. Hierbei wird großer Wert auf den Schutz der Kraniche gelegt.

Weitere Informationen: Nationalparkamt Vorpommersche Boddenlandschaft.

 

 

 
 
 

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