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Der Nationalpark Vorpommersche Boddenlandschaft
Das Bild dieser Landschaft, mit einer artenreichen Flora und Fauna, wurde vom Menschen in den letzten Jahrhunderten nur geringfügig beeinflusst. Die heutige Form ist des Ergebnis einer natürlichen Küstenentwicklung, welche das Bild der Küstengebiete stetig ändert. Landmassen werden durch Wind und Wasser abgetragen und anderweitig wieder angespült. Die Insel Hiddensee ist hierfür das beste Beispiel. Die im Norden abgetragenen Landmassen, lagern sich im Südteil der Insel, am so genannten Gellen wieder an. Der Nationalpark Vorpommersche Boddenlandschaft besteht zu etwa der Hälfte aus Freiwasserflächen der Ostsee, die Boddengewässer von Westrügen und der Darß-Zingster Boddenkette umfassen mehr als ein viertel der Fläche. Der Rest sind Landflächen, wie der größte Teil der Insel Hiddensee, schmale Streifen der Boddenküste südwestlich von Rügen und Teile der Halbinsel Darß-Zingst. Im Nationalpark kommt es zu einer Vermischung von Süßwasser und dem Salzwasser der Ostsee, somit konnte sich eine große Artenvielfalt in den Brackwassergebieten entwickeln. Süsswasserfischarten als auch Salzwasserfischarten sind in diesen Gebieten vertreten und im Frühjahr sammeln sich riesige Heringsschwärme zum Laichen in den Boddengewässern. Neben dem Hering, laichen auch weitere Arten, wie der Hornhecht, Zander, Barsch, in flachen, sich im Frühling schnell erwärmenden Gewässern. Weitere bemerkenswerten Besonderheiten des Nationalparks sind die Salzgraswiesen, die Röhrichtbestände der Boddenküsten, die Dünenheide auf Hiddensee und der "Urwald" auf dem Darß-Zingst. Windbedingte Wasserschwankungen führen zu Überflutung niedrigen Landflächen oder zum Trockenfallen von Flachwasserbereichen der Boddengewässer. Die auch als Windwatt bezeichneten Flächen, werden alljährlich von tausenden Zugvögeln besucht, welche sich in den nahrungsreichen Gebieten Energiereserven für ihren langen Flug anlegen. Ein großen Spektakel im Nationalpark ist die Rast von gleichzeitig bis zu 45000 Kranichen im Frühjahr und Herbst. Nicht umsonst gilt der Nationalpark Vorpommersche Boddenlandschaft als Europas größter Rast- und Ruheplatz.
Eigenständige Naturbeobachtungen außerhalb der Kernzonen, sind nicht zuletzt durch ein umfangreich ausgebautes Rad-und Wandernetz möglich. Von den zahlreichen Beobachtungsständen und Aussichtsplattformen lassen sich sich die Tiere besonders gut ungestört beobachten. Für Naturfreunde sehr informativ ist der Besuch einer der Nationalparkaustellungen oder die Teilnahme an geführten Wanderungen im Nationalpark.
Weiterführende Informationen: Nationalpark - Vorpommersche Boddenlandschaft
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